Zwischen bestimmten Medien und der Teilen der Bevölkerung entsteht eine Lücke
Es gibt eine neue Studie, die attestiert eine erhebliche Entfremdung zwischen Teilen der Bevölkerung und bestimmten Medien. In dieser aktuellen Umfrage sagten rund ein Viertel, dass sie sich in den allgemeinen Medien nicht repräsentiert vorkommen, ihre Themen vernachlässigt wären. Sie fühlen sich u.a. nicht ernst genommen.
Das Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
veröffentlichte diese Woche die aktuellen Ergebnissen, aus denen diese doch eher erschreckende Meldung hervorging.
Wissenschaftler Tanjev Schultz, der zu den Studienautoren gehört, erklärte, das zeige „eine Lücke in der wahrgenommenen Repräsentation, die zu einer Entfremdung von den Medien führen kann“. Der Anteil liege in der Langzeitbetrachtung auf einem ähnlichen Niveau wie in früheren Jahren. 29 Prozent antworteten auf die Aussage mit „teils teils“, für 46 Prozent trifft sie eher nicht oder überhaupt nicht zu.
In der Studie heißt es zum Thema Entfremdung auch:
„Die Wahrnehmung einer Kluft zwischen Medien und Publikum ist vergleichsweise weitverbreitet.“ Auch Menschen, die nicht zum „harten Kern der Zynikerinnen und Zyniker“ gehörten, fühlten sich demnach von der Art und Weise, wie Medien Meinungen und Themen darstellen, nicht repräsentiert.
Die Studienautoren klammerten die Frage aus, ob die Kritiker sich zu recht entfremdet fühlten, also ob ihre Vorwürfe an die Leistung der Medien gerecht sind. Sie legten ihren Fokus auf den subjektiven Eindruck der Befragten.
Für die Mainzer Studie, die über schon über viele Jahre das Thema Medienvertrauen betrachtet, wurden im November und Dezember 2023 telefonisch 1200 Personen ab 18 Jahren bundesweit befragt. Sie gilt damit als repräsentativ für diesen Teil der Bevölkerung.