Es handelt sich hierbei um großen kommunikativen Coup für eine Marke und Essen auf Rädern ist nicht unbedingt ein Thema, dass viel Beachtung findet. Viele alte Menschen leben alleine und können sich nicht mehr selbst versorgen.
Schlagwort der Werbekampagne ist Einsamkeit. Vorher wurden Menschen befragt, wie sie sich bei der Versorgung ihrer Eltern fühlen, welche Schwierigkeiten sie sehen und welche Unterstützung sie brauchen. Jeder Zweite hat ein schlechtes Gewissen, sich nicht genügend um die eigenen Eltern zu kümmern.
Ältere Menschen werden schnell mal vergessen. Im Mittelpunkt des Spots steht eine Schauspielerin, eine Tochter mittleren Alters. Sie bemerkt auf dem Dachboden ein Geräusch und macht eine Entdeckung! Die „vergessene“ Mutter sitzt, überzogen von Spinnwegen, einsam und traurig in einem Schaukelstuhl. Ein Storytelling, die Geschichte als Metapher verstehen, sich um die Versorgung der eigenen Eltern kümmern zu müssen, ist eine Erfahrung, die viele betrifft. Die emotionalen Tiefe des Themas bewegt sehr.
Ein Geo-Marketing-Konzept, bei dem die Zielgruppe der kümmernden Angehörigen gezielt adressiert werden soll. Zum Einsatz kommt dabei ein Mix aus ATV/CTV, Social Media, Display- und Native-Ads.
Ziel ist es, das Thema Einsamkeit im Alter langfristig ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Dazu tragen noch weitere Elemente der Kampagne bei, die unter dem Hashtag #gemeinsamdasein gebündelt werden. Mit PR-Maßnahmen, die sich an Redaktionen, Verbände und andere Multiplikatoren richten, soll der Diskurs möglichst breit geführt werden. Das Essen auf Rädern steht hier in einer größeren gesellschaftlichen Dimension. Die Marke will deutlich machen, dass sie für die Alten da ist und Essen auf Rädern trägt dazu bei, länger selbstbestimmt zu Hause leben zu können. Die Marke wird geschärft, ein umfangreiches Soundbranding wurde umgesetzt, das zu einer konsistenten akustischen Wiedererkennbarkeit führen soll und vom Soundlogo über einen Brandsong bis hin zu den Ansagen in der telefonischen Bestellhotline reicht.
Nach dem Kick-off der Kampagne soll Mitte des Jahres eine 2. Phase beginnen. Dabei steht der stressige Alltag aus Sicht der Angehörigen mit verschiedenen Pflichten rund um Beruf, Haushalt und die Versorgung der Eltern im Fokus. Die Marke will damit Verständnis für die schwierige Situation zeigen und mit ihren Lösungen Entlastung bieten. Wir von Keck + Keck Werbeagentur Stuttgart gratulieren zu dieser gelungenen Kampagne. Hier kann man schon mal Pipi in den Augen haben 😉